Es ist unternehmerischer Alltag: Irgendwie ist doch immer alles andere wichtiger, als die Kommunikation. Die Idee für eine Werbekampagne, die seit Monaten im Geschäftsführerkopf herumspukt, wird dann doch aufgeschoben, die Pressemeldung zum neuen Produkt bleibt liegen, bis das Produkt gar nicht mehr so wahnsinnig neu ist, die Uraltpräsentation wird doch wieder nicht überarbeitet und muss nochmal ein Jahr oder länger herhalten … Was sind die Gründe dafür, dass Kommunikation immer wieder vertagt und aufgeschoben wird? Und warum fällt es vielen Unternehmern so schwer, den Teufelskreis des Nicht- oder Falschkommunizierens zu durchbrechen? Die 5 beliebtesten Ausreden, warum man Kommunikation aufschiebt, haben wir in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

Die gute Nachricht lautet: Eine professionelle Kommunikation lässt sich mit einem entsprechenden Dienstleister praktisch aus dem Stand in Angriff nehmen. Doch auch dafür, müssen die Ausreden erst einmal als solche erkannt und dann beiseite geräumt werden. Und das fällt im betrieblichen Alltag mitunter gar nicht mal so leicht. Die Top 5 Ausreden, die Unternehmenskommunikation immer wieder aufzuschieben:

  1. „Das Tagesgeschäft geht vor“
  2. „Klingt nett, aber wie lässt sich das umsetzen?“
  3. „Wie gut ist die Idee wirklich?“
  4. „Wir würden ja, wenn wir könnten“
  5. „Es läuft ja eh ganz gut …“

Tagesgeschäft geht vor

Ist der Tag mit kleinen Problemchen und mittleren Katastrophen vollgepackt, die allesamt aus der Welt geschafft werden müssen, damit der Laden läuft, fällt es oft schwer, den Kopf auch noch für Kommunikationsprojekte frei zu bekommen. Ideen, was man dieses Jahr zu Ostern, auf der Mitarbeiterversammlung, zur Produkteinführung, zum Launch der neuen Software, zum neuen Ladenlokal oder, oder, oder machen könnte, sind en masse vorhanden. An wen soll man das aber weitergeben, wenn alle Mitarbeiter mit Arbeit eingedeckt sind? Und auch der Tag als Führungskraft ist irgendwo begrenzt. Und so bleiben dann gute Ideen liegen, werden von der Zeit überholt und Monate später kommt das Bedauern. Eigentlich hätte es doch Spaß gemacht, dieses oder jenes Projekt doch durchzuziehen.

Gute Idee, schlechte Umsetzung

Zwischen Idee und Umsetzung klafft in der Kommunikation oft doch eine gewaltige Lücke. Die Gründe dafür sind vielfältig: Fehlendes Knowhow, keine gute Visualisierung, eine schwache Präsentation, Selbstüberschätzung, etc. Wer die Erfahrung gemacht hat, dass eine vernünftige Kommunikation aus dem eigenen Betreiben heraus, nicht immer so funktioniert, wie man sich das im Vorhinein ausgemalt hat, ist ein gebranntes Kind. Dann nochmal aufs Pferd zu steigen, ist oft viel schwieriger, als es einfach sein zu lassen und die Folgen des Nichtkommunizierens hinzunehmen.

Kein Sparringspartner

Wie gut ist die Kommunikationsidee wirklich? Viele Ideen schaffen es auch deshalb nie über den Status als – nun ja, Idee – hinaus, weil offenes Feedback fehlt. Wer seine Ideen für einen Messeauftritt, die neuen Flyer oder eine Mailingaktion niemals in einer offenen Diskussionsrunde vorstellen kann und sie möglichweise auch um die Ohren gehauen bekommt, kann sie nur schwer realistisch einschätzen. Dabei hilft ein erfahrener Profi, der in der Regel schon selbst die eine oder andere Bruchlandung miterlebt hat und daher einschätzen kann, was wo wie gut funktioniert. Ein Sparringspartner tut auch beim geistigen Austausch immer gut!

Fehlendes Knowhow

Ganz gleich, wie gut die Vorstellung einer Kampagne, einer Kundenansprache oder einer Akquiseaktion auch ist: Nicht alles lässt sich sofort und aus dem Stegreif anstoßen. Es braucht oft technisches Hintergrundwissen, eine solide Planung, ein Gespür dafür, was eine wirklich gute Idee ist oder schlicht ein Auge für grafische Arbeiten, die etwas hermachen. Fehlen diese Skills im Unternehmen oder ließen sich nur zeitaufwändig erwerben, bleibt die Kommunikation als nicht lohnend auf der Strecke. Und ist die Entscheidung, nicht zu kommunizieren, einmal gefallen, empfinden Unternehmer im Nachgang jede weitere Beschäftigung mit dem Thema als Zeitverschwendung. So bleibt alles, was Kommunikation ist, schließlich liegen.

Solange es läuft …

Die letzte unserer Top 5 Ausreden, warum man die Kommunikation aufschiebt, ist auch zugleich die beliebteste: Solange es (irgendwie) läuft, verschwenden Unternehmen selten einen Gedanken auf professionelle Kommunikation. Erst, wenn es einmal schleppend wird, die Kunden einem nicht mehr die Tür einrennen und der Bedarf im Kundenstamm gedeckt ist, fällt einem ein, dass Marketing, Kommunikation und Werbung womöglich doch eine gute Investition wären. Hier wird also die dauerhafte Notwendigkeit für zielgerichtete Kommunikation übersehen bzw. geht im Tagesgeschäft unter. Wer hier die Augen offen hält und die Zukunftsperspektive im Blick behält, tut sich langfristig einen großen Gefallen.