Noch ziemlich genau zwei Wochen bis zu den Weihnachtsfeiertagen. Und das bedeutet für Unternehmen, die in den Sozialen Medien aktiv sind, dass das alljährliche Posting zum Thema „Fa. XY wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest“ ansteht. Denn viel mehr fangen viele Unternehmen mit den sozialen Medien nicht an: Sie betrachten Facebook und Co. als kommunikative Einbahnstraße. Der richtige Ansatz, um das Potenzial des social web für sich zu nutzen, fehlt auch ein gutes Jahrzehnt nach der Facebook Gründung in weiten Teilen noch immer.

Diese Beobachtung nehmen wir zum Anlass, einmal einen Blick über den Tellerrand zu werfen. In diesem Blogbeitrag stellen wir drei Ansätze für mehr Erfolg in den den social media vor.

Drei Strategien für mehr Erfolg auf den Sozialen Medien

Strategisches Bullshitbingo kennt – gerade im Social Media Management – beinahe jeder Kommunikationstreibende. Denn sowohl auf einschlägigen Kongressen sind die Schlagworte „Interaktion“, „Hands On“, „Community Management“, „Follower Harvest“ usw. allgegenwärtig, wie auch im Infight mit der Geschäftsleitung. Diese Begriffe mit konkreten Maßnahmen zu unterfüttern ist da schon schwieriger. Die folgenden drei Ansätze sind erprobt und aussichtsreich.

Gewinnspiele

Ein Oldie, aber ein Goldie: Nach wie vor funktionieren Gewinnspiele auf den sozialen Medien ganz ausgezeichnet. Sinn der Übung ist es, über die Gewinnchance eine Community aufzubauen, die fleißig liked, teilt und kommentiert. Wer drei Grundregeln für Gewinnspiele im social web berücksichtigt, stellt sich rechtssicher auf und kann ordentliche Reichweitenzuwächse verzeichnen:

  1. Immer einen Gewinnspiel Disclaimer am Ende des Postings formulieren
  2. Gewinnspiele nach Möglichkeit mit einer Frage an die Community verbinden
  3. Auch im laufenden Gewinnspiel mit den Kommentierenden interagieren

So wächst das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Marke und Fans (Followern), und die Wahrscheinlichkeit, weiterempfohlen zu werden und die Freunde der eigenen Fans als Abonnenten zu gewinnen, steigt.

Damit Gewinnspiele erfolgreich sind, genügt es aber keineswegs, sie auf der eigenen Seite bei Facebook, Instagram oder Twitter zu posten und dann das Beste zu hoffen.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Social Media Gewinnspiele müssen sauber vorbereitet sein. D.h., es braucht bspw. eine ordentliche Hashtag Database. Denn nur Gewinnspiele, die die einschlägigen Hashtags tragen, werden auch an Abonnenten dieser Hashtags ausgespielt. Und die wiederum sind es, die man als Follower generieren möchte (jedenfalls in der ersten Phase einer Social Media Strategie). Sinnvoll sind hier also in jedem Fall #gewinnspiel, #giveaway, #winnow, #winwinwin, #youcanwin, usw. Eine dezidierte Hashtag Recherche sowie deren Qualifizierung ist dabei unerlässlich.

Als Faustregel gilt: Ein guter Hashtag hat eine Reichweite zwischen einem hohen fünfstelligen und einem mittleren sechsstelligen Betrag. Um sich hier ordentlich aufzustellen, ist eine Hashtag Ampel eine sehr gute Idee. Denn häufig wird es in der akuten Situation eher schwierig sein, Post und Recherche mit Qualifizierung unter einen Hut zu bekommen.

Zuletzt sollte die Gewinnauslosung dringend über ein geeignetes Tool, wie bspw. den Comment Picker erfolgen. Wer dann einen Screenshot des Picks macht und ihn zum entsprechenden Gewinnspiel speichert, stellt sich auch rechtlich sicher auf.

Influencer Marketing – aber richtig!

Nummer zwei der aussichtsreichen Strategien im Social Media Management ist das Influencer Marketing. Dabei geht es kurz gesagt darum, einem Influencer, also einem reichweitenstraken und beliebten Charakter in den sozialen Medien, Gratis Produkte zur Verfügung zu stellen und diesen Influencer dann für sich werben zu lassen. Diese Strategie ist also insbesondere für B2C-Unternehmen geeignet, die ihre Produkte und Dienstleistungen bspw. über die eigene Webseite an den Mann oder die Frau bringen wollen..

Auch für das Influencer Marketing möchten wir Ihnen drei Faustregeln an die Hand geben, wie Sie sich von Beginn an ordentlich aufstellen:

  1. Influencer komplett durchleuchten (bspw. mit der Influencer Database) um Fake Profile zu identifizieren
  2. Influencer Verträge schließen, um bspw. Streitigkeiten um Bildrechte vorzubeugen
  3. Immer nah am Influencer bleiben und eine persönliche Bindung aufbauen

Wer ins Influencer Marketing starten will, sollte sich im Vorfeld wenigstens zwei bis drei Wochen Recherchezeit einplanen. Denn der Unterschied, zwischen echten Influencern mit einer interagierenden Fanbase aus echten Menschen, die der Kaufempfehlung ihres Idols auch tatsächlich folgen, und unechten Influencern ist riesig. Und leider wächst die Anzahl unechter Influencer stetig an.

Fake Influencer erkennen

Der erste Schritt, falsche Influencer bei Instagram zu erkennen, funktioniert aus dem gesunden Menschenverstand: Hat ein Profil abertausende Fans, aber nur wenige, schlechte Bilder, sollten die Alarmglocken schrillen. Jedoch ist dies nur ein Indiz und kein Beweis. Denn oft genug machen auch echte Influencer eine Art Frühjahrsputz auf ihrem Insta Profil und löschen alte Bilder. Die Relation zwischen Posting-Quantität und Follower Anzahl kann also auch aufs Glatteis führen.

Daher braucht es eine Durchleuchtung mit entsprechenden Tools wie der Influencer Database oder dem Reach Hero. Erst aus den Daten, die diese Tools liefern, lassen sich dann geeignete Kennzahlen zur Influencer Qualifizierung erarbeiten. Entsprechende Consulting Agenturen im Social Media Management liefern hierzu gern passenden Input.

Wer nirgends vernünftige Daten über scheinbar interessante Influencer findet, kann auch einfach nachfragen: Die Erfahrung zeigt, dass sich echte Influencer sehr bereitwillig in die Karten schauen lassen und Ihre Posting Reichweiten herzeigen. Fakes hingegen melden sich häufig einfach nicht zurück, sodass sich die Kooperation direkt selbst erledigt.

Schließlich müssen sich Unternehmen, die ins Influencer Marketing einsteigen wollen, auch darüber im Klaren sein, dass es sie im Zweifel mehr als ein paar Produktproben kosten wird. Denn viele Influencer verlangen neben dem PR-Kit auch Cash. Beträge von ca. 10 EUR je 1.000 Followern sind hier durchaus nicht unüblich. Und so kann eine Kooperation mit einem guten Influencer schnell im vierstelligen Bereich landen.

Rabattcodes & Gewinnspiele

Absolut elementar beim Influencer Marketing sind Rabattcodes für die Community bzw. die Kombination mit einem Gewinnspiel. Denn nur, wenn die Follower der Influencer etwas davon haben, auf Ihrer Plattform zu kaufen – nämlich die exklusive Ersparnis, werden sie auch Ihr Profil liken & abonnieren. So haben Unternehmen und Marke Etwas vom Investment in einen oder mehrere Influencer und die Follower Ernte ist ertragreich.

Social Media Advertising

Der dritte strategische Ansatz lautet: Geben Sie Geld aus. Denn wo man vor wenigen Jahren noch mit gutem Content (also spannenden Inhalten) allein erfolgreich in den sozialen Medien sein konnte, geht heute ohne Sponsoring fast nichts mehr. Was zunächst schockierend klingt, hat dabei auch klare Vorteile:

  1. Die Zielgruppe lässt sich exakt definieren
  2. Inhalte werden garantiert ausgespielt
  3. Der Erfolg der Advertising Maßnahme ist voll transparent

Wer seine Inhalte im social web bewirbt, kann eine feste Zielgruppe dafür definieren. Und das verhindert Streuverluste! So gehen Unternehmen sicher, dass bspw. tatsächlich nur angelsportinteressierte Herren im Kölner Raum mit einem Jahresbruttoeinkommen ab 40.000 EUR die Anzeige sehen. Also genau die Zielgruppe, die sich ohnehin demnächst eine neue Rute zulegen wollte. Spezifischer kann Werbung kaum sein!

Werbung auf dem sozialen Medien ist dabei ab einem Tagesbudget von einem Euro möglich. Dann ist die Reichweite zwar klein, aber dafür auch komplett steuerbar: Wer mehr ausgibt, erhöht seine Reichweite. Und wenn der Inhalt auch noch gut ist, steht einer Konversion nichts im Wege. Gute Inhalte in den social media mit einem vernünftigen Budget im Advertising auszustatten ist damit durchaus sinnvoll und tatsächlich deutlich besser skalierbar, als manch andere Werbemaßnahme.

Fazit

Das social web erobern Unternehmen nicht über Nach und schon gar nicht aus einer Laune heraus. Nur Sachverstand, engagierte Mitarbeiter im Social Media Management und die richtigen Maßnahmen bzw. deren Kombination machen eine Social Media Strategie auch erfolgreich.